Was ist eine Strategie gegen sexuelle Belästigung?

Eine Strategie gegen sexuelle Belästigung ist eine Strategie, die auf die Vorbeugung und den Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ausgerichtet ist. Es ist die Verantwortung des Arbeitgebers eine Strategie gegen sexuelle Belästigung einzuführen. Eine Strategie kann Teil des allgemeinen Handbuchs für Mitarbeiter bilden. Sie kann auch zusammen mit Mitarbeitern und Gewerkschaftsvertretern geschrieben werden. Einige Arbeitgeber gliedern Informationen über sexuelle Belästigung in eine allgemeine Strategie gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz ein, die weitere Formen von gesetzwidriger Diskriminierung umfasst (wie zum Beispiel Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, Behinderung, sexueller Orientierung oder Alter). Andere entscheiden sich für eine separate Strategie gegen sexuelle Belästigung, insbesondere dann, wenn sexuelle Belästigung ein häufiges Problem am Arbeitsplatz ist. Beide Wege sind möglich.

Wenn Ihr Arbeitsplatz nicht über eine Strategie gegen sexuelle Belästigung verfügt, sollten Sie sich für eine einsetzen. Ihre Gewerkschaft oder Personalabteilung kann Sie dabei unterstützen. Eine Strategie gegen Gewalt am Arbeitsplatz sollte konsultiert werden, wenn es Bedenken über Gewalt am Arbeitsplatz gibt.

Die Strategie sollte in relevante Sprachen übersetzt werden, falls erforderlich. Dann ist sie auch für Beschäftige mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen zugänglich. Außerdem sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden, ob die Strategie wie gewünscht funktioniert und aktuelle Informationen enthält.

Eine Strategie gegen sexuelle Belästigung sollte die folgenden Punkte beinhalten:

  • Eine Definition von sexueller Belästigung
  • Beispiele für sexuelle Belästigung
  • Was sexuelle Belästigung nicht ist
  • Die Umstände, unter denen sie vorkommen kann
  • Die Folgen, wenn sie vorkommt
  • Wie sie zu melden und weiter zu verfolgen ist
  • Die Verantwortung des Managements und der Mitarbeiter
  • Informationen darüber, wo Menschen Hilfe bekommen können
  • Eine Null-Toleranz-Botschaft
  • Einen Überblick über die Ziele der Organisation in Bezug auf sexuelle Belästigung.

Was ist ein Beispiel für eine Strategie gegen sexuelle Belästigung?

Unten finden Sie ein sehr einfaches Beispiel für eine Strategie gegen sexuelle Belästigung, die an spezifische Arbeitsplätze angepasst werden kann.

Das Management von ___ (Firmenname) verpflichtet sich, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem alle Menschen mit Respekt und Würde behandelt werden. (Der Arbeitgeber könnte hier eine Liste seiner Ziele in Bezug auf sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz einfügen).

Belästigung am Arbeitsplatz wird nicht toleriert, egal von wem sie kommt. (Der Arbeitgeber könnte hier Arten von sexueller Belästigung aufzählen). Jede Person sollte versuchen, sexuelle Belästigung zu verhindern. Von Managern, Vorgesetzten und Arbeitnehmern wird erwartet diese Strategie zu unterstützen. Sie werden durch den Arbeitgeber zur Rechenschaft verpflichtet (wenn die Strategie für weitere Personen am Arbeitsplatz gilt, könnten diese hier aufgelistet werden).

Belästigung am Arbeitsplatz beinhaltet unerwünschte sexuelle Annäherungen, Aufforderungen zu sexuellen Handlungen und andere verbale und körperliche Berührungen sexueller Natur, die eine feindliche Atmosphäre schaffen. (Der Arbeitgeber könnte hier Beispiele für inakzeptables Verhalten auflisten.)

Diese Strategie zielt nicht darauf ab, die angemessene Ausübung von Leitungsfunktionen am Arbeitsplaz zu beschränken. (Der Arbeitgeber könnte hier Beispiele für Handlungen nennen, die im Allgemeinen nicht als sexuelle Belästigung angesehen werden.)

Die Arbeitnehmer sind dazu aufgefordert, alle Vorfälle von sexueller Belästigung zu melden. (Der Arbeitgeber könnte hier weitere Informationen darüber anfügen, wie Vorfälle zu melden sind und unterstreichen, dass es keine negativen Folgen für erstattete Meldungen gibt.)

Das Management untersucht alle Bedenken, Beschwerden und Vorfälle von sexueller Belästigung auf faire Weise in einem angemessenen Zeitrahmen und respektiert dabei so weit wie möglich die Privatspäre der Mitarbeiter. (Der Arbeitgeber könnte hier weitere Informationen darüber zur Verfügung stellen, wie Belästigungsvorfälle untersucht und/oder verfolgt werden.)

Mitarbeiter behalten sich außerdem das Recht vor, rechtliche Schritte einzuleiten.

Unterschrift: ___ Arbeitgeber/Geschäfftsführer Datum: __

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