Sexuelle Belästigung und Hausangestellte

Hausangestellte gehören zu den am meisten durch Missbrauch am Arbeitsplatz Gefährdeten. Aufgrund ihrer Isolation (sie arbeiten allein im Haushalt) und die Art der Arbeit (relativ wenig gebildet), sind Hausangestellte von vielen Arten unfairer Behandlung und Ausbeutung, von langen Arbeitszeiten bis hin zu unterdurchschnittlichen Löhnen betroffen. Viele Frauen und Mädchen, die als Hausangestellte in der ganzen Welt beschäftigt sind, stehen einer erschreckenden Reihe von Misshandlungen gegenüber. Sexuelle Belästigung von Hausangestellten ist eine dieser Misshandlungen.

Sexuelle Belästigung kann durch den Arbeitgeber oder ein Mitglied des Haushalts ausgeführt werden, das sexuelle Witze oder Bemerkungen macht, die Kleidung oder Figur der Hausangestellten kommentiert, unangebrachte Geräusche macht, wie Pfeifen oder Nachrufe, die Hausangestellte berührt oder streichelt, sexuelle Gefälligkeiten von der Hausangestellten verlangt um ihren Job zu behalten und Vergewaltigung.

Es ist sehr schwer für Hausangestellte solche Fälle zu melden, da sie isoliert arbeiten und ihr Wort gegen das der Täter steht, meist ohne wohlwollende Zeugen. Hausangestellte befürchten auch gekündigt zu werden, wenn sie sexuelle Belästigung melden.

Aufgrund des Arbeitsumfelds (keine Personalabteilung etc.) müsste sexuelle Belästigung einer Hausangestellten als Straftat gemeldet werden. Allerdings ist es sehr selten, dass dies stattfindet aus Angst vor Vergeltung, Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und der Angst nicht ernst genommen zu werden.

Hausangestellte sind Mitarbeiter und sie haben Anspruch auf einen Arbeitsplatz frei von sexueller Belästigung.

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