Beschäftigte mit Tarifvertrag verdienen besser. Das gilt besonders für Frauen, zeigt eine neue Untersuchung des WSI-Tarifarchivs. Nach Tarif bezahlte weibliche Beschäftigte erhalten gut neun Prozent höhere Stundenlöhne als Frauen mit vergleichbaren Tätigkeiten ohne Tarifvertrag. Bei Männern beträgt der Tarif-Vorsprung knapp sieben Prozent.

Teilzeit live

Teilzeitarbeit ist für viele Frauen (und manche Männer) eine Alternative zur Vollzeitbeschäftigung. Was gilt es zu beachten? Wie sehen die rechtlichen Bestimmungen aus? Wie verändert sich das (netto-)Einkommen? Das Bundesarbeitsministerium hat Tipps und Hinweise im Internet bereitgestellt.

Frauen verdienen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer

Im Jahre 2008 haben Frauen in Deutschland durchschnittlich 14,51 Euro pro Stunde und damit 4,39 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen verdient. So hat es das Statistische Bundesamt ermittelt. Der prozentuale Unterschied im Bruttoverdienst von Frauen und Männern lag damit weiter bei 23 Prozent.

Unterschied bleibt bei 23 Prozent

Im Jahre 2009 stieg der Bruttostundenverdienst weiblicher Beschäftigter in Deutschland um 2,7 Prozent auf 14,90 Euro, Männer kamen im Durchschnitt auf 19,40 Euro, ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt der "Gender Pay Gap", der Unterschied im Bruttostundenverdienst zwischen Männern und Frauen,  bei 23 Prozent. So das Statistische Bundesamt (Destatis).

Noch vielfältige Nachteile für Frauen im Erwerbsleben

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen lag in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2013 rund 20 Prozent unter dem der Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zum Equal-Pay-Day am 21. März 2014 vorgelegt hat.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen lag in Deutschland in den Jahren 2010 bis 2014 gut 19 Prozent unter dem der Männer. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung in einer neuen Analyse auf Basis der WageIndicator-Datenbank.

Schritt für Schritt zur Entgeltgleichheit

Die Gewerkschaften bemühen sich seit langem um Entgeltgleichheit von Frauen und Männern. Die Vereinte Dienstleistungs- gewerkschaft (ver.di) hat ein Konzept zur Durchsetzung dieses Ziels erarbeitet.

Nur 43 Prozent der Frauen mit Hochschulabschluss haben Führungs- und Personalverantwortung - gegenüber 59 Prozent bei den Männern. Zudem erhalten Frauen in Führungspositionen gut 1.000 Euro weniger im Monat als ihre männlichen Kollegen. Dies ergab eine Online-Umfrage des LohnSpiegel, an der sich rund 12.000 Akademiker/innen beteiligt haben.

Tariflöhne und -gehälter in 150 Berufen

Von A(rzthelferin) bis Z(ugbegleiter) reicht diese Übersicht der tariflichen Grundvergütungen aus 50 Branchen - eine Spanne von der ungelernten Küchenhilfe im sächsischen Hotel- und Gaststättengewerbe bis zur Kundenberaterin im Bankgewerbe tariflichem Grundentgelt.

Mädchen hängen Jungen ab

Bessere Schulbildung und dennoch geringere Berufschancen und weniger soziale Sicherheit. Dieser Widerspruch kennzeichnet die Lage der Mädchen und Frauen in Deutschland. ->Zur Grafik

Frauen verdienen als Fachinformatiker/innen mehr als ihre männlichen Kollegen: Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen mit 2.661 Euro rund zwei Prozent über dem der Männer mit 2.602 Euro. Mit zunehmender Berufserfahrung dreht sich diese Einkommensdifferenz allerdings um.

Geschlechterungleichheiten im Betrieb

In der Privatwirtschaft werden Frauen und Männer immer noch ungleich behandelt. Band 110 der Reihe "Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung" belegt diesen Befund, zeigt aber auch, wie der Missstand überwunden werden kann. Das 564 Seiten starke Buch kostet 29,90 Euro.

Die Online-Umfrage des Lohn- Spiegel ergab: Fast 79 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher sind Frauen. Trotzdem verdienen sie mit durchschnittlich 2.450 Euro im Monat fast sieben Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. 716 Angehörige der Berufsgruppe nahmen an der Umfrage teil.

Nur 43 Prozent der Frauen mit Hochschulabschluss haben Führungs- und Personalverantwortung - gegenüber 59 Prozent bei den Männern. Zudem erhalten Frauen in Führungspositionen gut 1.000 Euro weniger im Monat als ihre männlichen Kollegen. Dies ergab eine Online-Umfrage des Wageindicator.de, an der sich rund 12.000 Akademiker/innen beteiligt haben.

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